01734 Karsdorf

Der Ort liegt unmittelbar an der Bundesstraße B 170 (E55). Die Ortslage des ehemaligen Waldhufendorfes fällt von Nordost nach Südwest von 400 auf 350 m ab, Heidemühle und Oelsabach liegen gar nur bei 320 m.
Die erste Erwähnung geht auf das Jahr 1478 als Windisch Karschdorff zurück. Die Schreibweise des sorbischen (wendischen) Namens wurde mehrmals geändert. Nach 1937 hieß es Wendischcarsdorf. Unter diesem Namen ist auch eine geologische Störung, die Wendischcarsdorfer Verwerfung, bekannt. Über Jahrhunderte prägten Ackerbau, Obstbau und Schafzucht den Ort. 1699 wurde das Weidegut gebaut, und 1720 bildete man aus vier Hufengütern und einer Gartennahrung das Freigut, zu welchem eine große Schäferei und eine Ziegelei gehörten. Später entstanden Bauernhöfe und zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch eine Stuhlfabrik und eine Strohhutfertigung. Als Nebenerwerb erzeugte man im Ort Sauermilchkäse. 1905 wurden 10 bäuerliche Betriebe genannt. Eine der Käsereien hat sich in alter Familientradition bis heute erhalten. 1907 erfolgte die Gründung einer Weidegenossenschaft. Dieses mit Schilf gedeckte Gut wurde aber wegen Baufälligkeit in den 60er Jahren abgebrochen.
Karsdorf, das von jeher dem Kirchspiel Possendorf zugeordnet ist, war bis 1971 eine selbstständige Gemeinde, wurde dann Oelsa angegliedert und ist heute ein Ortsteil von Rabenau.

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Eine Antwort auf 01734 Karsdorf

  1. reinxen sagt:

    Die Ortslage des ehemaligen Waldhufendorfes fällt von Nordost nach Südwest von 400 auf 350 Meter ab. Heidemühle und Oelsabach liegen gar nur bei 320 Metern.
    Die erste Erwähnung geht auf das Jahr 1478 als Windisch Karschdorff zurück.
    Die Schreibweise des sorbwendischen Namens wurde mehrmals geändert, doch erhielt nach dem Ort, 1530 Windischs Karschdorff genannt und noch 1937 Wendischcarsdorf geheißen, eine bekannte geologische Störung, die Wendischcarsdorfer Verwerfung ihren Namen.
    Über Jahrhunderte prägten Ackerbau, Obstbau und Schafzucht den Ort.
    1699 wurde das Weidegut gebaut und 1720 bildete man aus 4 Hufengütern und
    einer Gartennahrung das Freigut, zu welchem eine grolle Schäferei und eine Ziegelei gehörten.
    Später entstanden Bauernhöfe und zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch eine Stuhlfabrik und eine Strohutfertigung. Als Nebenerwerb erzeugte man im Ort Sauermilchkäse. 1905 wurden 10 bäuerlich Betriebe benannt. Eine der Käsereien hat sich in alter Familientradition bis heute erhalten.
    1907 erfolgte die Gründung einer Weidegenossenschaft. Dieses mit Schilf gedeckte Gut wurde wegen Baufälligkeit vor ca. 30 Jahren abgebrochen.

    Zur Gemarkung Karsdorf zählt die 12 km² umfassende Dippoldiswalder Heide mit Kulturdenkmalen wie der Barbarakapelle, Einsiedlerstein, Steinernen Messer und Wolfsäule.

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